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TAG DER STRAßENKINDER IN ÖSTERREICH

Tag der Straßenkinder in Österreich

Veröffentlicht am: 17. Januar 2012
Tag der Straßenkinder in Österreich

Am 31. Januar – dem Gedenktag des Jugendheiligen Don Bosco, macht das Hilfswerk Jugend Eine Welt auf das Schicksal von Straßenkindern weltweit aufmerksam.

Wien, 17. Januar 2012 - Ob Lima, Port-au-Prince, Bukarest, New Delhi oder Accra; für Straßenkinder sind die Lebensumstände auf allen Kontinenten ähnlich: Es gilt, das eigene Überleben zu sichern. Sie arbeiten, betteln und stehlen, um nicht hungern zu müssen. Sie schlafen auf Gehsteigen, in U-Bahnschächten oder in großen Pappkartons. Einen Ausweg aus ihrem Schicksal bieten ihnen die von Jugend Eine Welt unterstützen Don Bosco Hilfsprojekte.

Am Gedenktag Don Boscos, dem 31. Januar, macht Jugend Eine Welt darauf aufmerksam, dass das Werk des Sozialpioniers lebendiger ist, als je zuvor.
„In Österreich kann sich kaum jemand vorstellen, wie Straßenkinder leben. Darum möchten wir dazu einladen, sich mit dem Leben dieser Kinder auseinanderzusetzen“, erklärt Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt: „Besonders Pfarreien, Schulklassen und Jungschargruppen können durch Aktionen, wie Schuhe putzen oder einen Informationsstand auf die Lebensumstände von Straßenkindern hinweisen“.

Weltweit leben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO 33 Millionen Kinder und Jugendliche auf der Straße, UNICEF spricht sogar von 100 Millionen. Armut und Gewalt in der Familie sind häufig Ursache, dass junge Menschen auf der Straße landen. Oft können die Familien ihre Kinder nicht ernähren und so versuchen sie sich mit Gelegenheitsjobs auf der Straße durchzuschlagen. Auch Kriege und bewaffnete Konflikte führen zu einer erhöhten Zahl an Straßenkindern. In besonders schlimmen Fällen, wie etwa in Sierra Leone und Liberia, werden Kinder als Soldaten rekrutiert und gezwungen Gräueltaten zu begehen. Nach dem Ende des Konflikts sind diese Kinder entwurzelt, haben den Kontakt zu ihren Familien verloren und landen auf der Straße. Die rasche Ausbreitung von HIV/AIDS in vielen Teilen der Welt hat auch dazu beigetragen, dass immer mehr Kinder ohne ihre Eltern aufwachsen müssen.
„Gemeinsam mit unseren Projektpartnern, den Salesianern Don Boscos und den Don Bosco Schwestern, bieten wir diesen Kindern und Jugendlichen konkrete Hilfe an“, so Reinhard Heiserer, „Don Bosco war überzeugt, dass durch vorbeugende Maßnahmen Kinder vom Weg in die Kriminalität und in die Verwahrlosung bewahrt werden können. Genau das geschieht heute in den Don Bosco Straßenkinderprojekten. Wo Straßenkinder die Möglichkeit bekommen, durch Ausbildung, Erziehung und spezielle Programme, ihr Leben abseits der Straße zu gestalten.“

Nähere Infos: http://www.tagderstrassenkinder.at

Bild: Weltweit leben Millionen Kinder auf der Straße. In den von Jugend Eine Welt unterstützten Projekten erhalten sie Hilfe.
(eh)

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