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OSTERN IN TIJUANA

Ostern in Tijuana

Veröffentlicht am: 19. April 2011
Ostern in Tijuana

Ein ganz besonderes Osterfest erlebte der Jugend Eine Welt Volontär Jakob Frühmann
während seines Einsatzes in Mexiko.
Ein Jahr lebte und arbeitete der junge Burgendländer Jakob Frühmann in einem Don
Bosco Projekt in Tijuana/Mexiko. Als Volontär unterstützte er die Salesianer Don
Boscos, die Projektpartner von Jugend Eine Welt vor Ort, bei ihrer täglichen Arbeit
und erlebte ein intensives und spannendes Jahr. "Ich habe in diesen zwölf Monaten in
Mexiko sehr viel gelernt und habe erlebt was Gewalt und Armut bedeuten", erzählt
Jakob von seinen Erfahrungen. Die tägliche Arbeit in einem der Don Bosco
Jugendzentren in Tijuana war eine neue Herausforderung für ihn. "Ich hatte viele
verschiedene Aufgaben", berichtet Jakob: "Ich war der Schulwart, der die Graffitis
der Jugendbanden im Zentrum übermalte, ich war der Sekretär der die Schülerlisten
erstellte und ich war der Krankenpfleger, der aufgeschlagene Knie verarztete."
Daneben war er noch Messner, Kinderanimateur und Eventmanager, der die Feiern zum
mexikanischen Unabhängigkeitstag organisierte. "Auch wenn es manchmal
nervenaufreibend war, vermisse ich die tollen Feste, die Fußballspiele am
Sonntagnachmittag oder die unglaublich köstlichen Tacos am Straßenrand", fasst Jakob
seinen Volontariatseinsatz zusammen.
Ein Ereignis in diesem Jahr ist ihm ganz besonders in Erinnerung geblieben. "Ich
wurde gebeten bei den Passionsspielen am Karfreitag in meinem Viertel Jesus zu
verkörpern", erzählt Jakob. Nachdem er für diese wichtige Aufgabe ausgewählt wurde,
galt es Kostüme und weitere Darsteller zu organisieren. Eine Fußballmannschaft aus
dem Jugendzentrum übernahm die Rolle der Römer, Mitglieder der Pfarre stellten die
Apostel dar, Jugendliche verkleideten sich als Maria und die weinenden Frauen und
ein anderer Volontär übernahm die Rolle des Simon von Cyrene und half Jakob beim
Tragen des Kreuzes. "Am Karfreitag in der Früh war ich dann doch recht nervös und
habe mich gefragt, ob ich der Aufgabe emotional und körperlich gewachsen bin", so
Jakob. Um den Leidensweg so realitätsnah wie möglich darzustellen, wurde er auch
äußerlich verändert. "Als erstes wurden mir Verletzungen geschminkt. Nachdem mir der
Bart fehlte, musste dieser auch aufgemalt werden. Es sollte ja alles so echt wie
möglich wirken", erzählt Jakob. Das Spektakel fing mit einem kleinen Grüppchen
Schaulustiger an, die von einer Kreuzwegstation zur nächsten zogen. Im Laufe der
dreistündigen Prozession nahmen immer mehr Menschen daran teil, bis zum Schluss
mehrere hundert Zuschauer bei der "Kreuzigung" anwesend waren. "Diese Passionsspiele
waren für mich etwas ganz besonderes. Die Menschen haben richtig mitgelebt und
mitgefiebert. So etwas erlebt man nicht jeden Tag", fasst Jakob dieses Erlebnis
zusammen.
Volontariat mit Jugend Eine Welt in Mexiko
Nur einen Steinwurf vom reichen Nachbarn USA getrennt, stranden viele Menschen in
Tijuana/Mexiko bei ihrem Versuch die Grenzen zu überqueren. Armut und fehlende
Perspektiven führen oft zu einem Kreislauf von Gewalt und Drogen, von dem Kinder
besonders betroffen sind. Viele können davon erzählen wie der Vater, ein Bruder oder
ein Onkel ermordet wurden.
In den Jugendzentren der Salesianer Don Boscos, den
Projektpartnern von Jugend Eine Welt vor Ort, haben diese Kinder und Jugendlichen
die Möglichkeit den Alltag für eine Weile zu vergessen und können spielen, lernen,
Spaß haben und einfach wieder Kinder sein. Jugend Eine Welt VolontärInnen aus
Österreich helfen in diesen Zentren auf vielfältigste Weise mit.
Alle, die selbst an einem Volontariatseinsatz interessiert sind, laden wir ein sich
für einen unserer nächsten Infotage anzumelden. Die nächsten Informationstage zum
Volontariat finden am 10.09.2011 in Wien und am 17.09.2011 in Linz statt. Besonders
gesucht werden junge Männer und Frauen mit ausgezeichneten EDV-Kenntnissen für eine
Computerschule in Ghana.
Mehr unter www.jugendeinewelt.at

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