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LUXUSLÄRM IM INTERVIEW: LEBE DEINE TRÄUME - SO LAUT DU KANNST!

Luxuslärm im Interview: Lebe Deine Träume - so laut du kannst!

Veröffentlicht am: 01. Juli 2012
Luxuslärm im Interview: Lebe Deine Träume - so laut du kannst!

Lebe deine Träume – so laut du kannst

Das ganze Interview

Knallharte Rocknummern und gefühlvolle Balladen – das ist Luxuslärm. Spätestens seit ihrer Nominierung für den ECHO 2011 ist die Band kein Geheimtipp mehr. Wir haben mit Frontfrau Jini über ihre Träume, über „normale Berufe“ und darüber gesprochen, wie wichtig es ist, sein eigenes Ding zu machen.

Luxuslärm – klingt nach ganz viel schönem Krach. Wofür steht Luxuslärm und was bewegt euch, Musik zu machen?

Unser Drummer, Jan, war früher nach der Schule oft bei seiner Oma zum Essen. Wenn er dann in den Proberaum gegangen ist, hat sie ihn immer gefragt: „Macht ihr wieder Lärm?“. Jan hat dann geantwortet: „Ja, wir machen Lärm, aber wir machen schönen Lärm“. Daraus ist dann Luxuslärm geworden. Luxuslärm ist Rockmusik mit deutschen Texten und bei jedem Konzert erleben wir, warum wir das machen. Es gibt nichts besseres, als auf der Bühne zu stehen, zu rocken und mit den Leuten zu feiern. Wir sind eine absolute Liveband.

In einem eurer Songs heißt es „Leb‘ deine Träume, dann gehört dir die Welt!“ Inwieweit
lebt ihr auch das, was ihr singt?

Zu 100%!! Was wir gerade erleben, ist der absolute Traum, und wir genießen es in vollen Zügen. Mit Freunden zusammen im Tourbus zu sitzen, gemeinsam den Tag zu verbringen und abends ein tolles Konzert zu spielen, das ist unser Traum.

Und welche Träume würdet ihr euch selbst gern in naher Zukunft erfüllen?

Wir planen gerade, mit der kompletten Band gemeinsam in den Urlaub zu fahren, da ist es natürlich schwierig, alle unter einen Hut zu bekommen. Aber das wäre schon so’ n kleines Highlight.

Luxuslärm

 

Luxuslärm, das sind: Jan Zimmer (Drums), Freddy Hau (Gitarre), Janine „Jini” Meyer (Gesang), Chris Besch (Keyboard) und David Müller (Bass, v. l.).

 

Eure neue Single „Mehr Gewicht“ ist ein Statement gegen den Magerwahn. Was wollt ihr mit Eurer Musik ausdrücken?

Wir finden das Ideal, das von den Medien vermittelt wird, einfach nur krank. Unser Song ist natürlich kein Aufruf zur Völlerei, aber er soll deutlich machen, dass es völlig OK ist, sein gesundes Wohlfühlgewicht zu haben, egal, welches Ideal einem von Medien präsentiert wird.

Ihr vermarktet euch selber, weil ihr euch nicht fremdbestimmen lassen wollt, und habt auch euer eigenes Label „Die Opposition“ gegründet. Habt ihr immer an euch geglaubt?

Ja, das können wir tatsächlich so sagen, wir haben immer an uns geglaubt. Wir haben ein starkes Team im Rücken, und auch wenn es mal nicht so rund läuft, ist jeder bemüht, alles wieder auf Kurs zu bringen. So können wir unsere eigenen Entscheidungen treffen, das ist uns total wichtig. Das birgt natürlich auch hohe Risiken, weil man die Verantwortung trägt. Aber wenn mal irgendwann jemand das Ding vor die Wand fährt, dann ist da niemand sonst schuld, sondern wir ganz allein.

Sicherlich gab es bis zu eurem Durchbruch 2008 auch ein paar Durststrecken. Wie geht man mit
Rückschlägen um?

Na klar gibt es die, aber daraus ergeben sich ganz tolle neue Möglichkeiten. Zum Showcase hatten wir alle Majors eingeladen. Die sind alle gekommen, sind aber auch alle wieder gegangen und haben uns gesagt: „Das braucht die Welt nicht.“ Da mussten wir natürlich schlucken, aber das hat uns dazu gebracht, unser eigenes Label zu gründen, und das ist das Beste, was uns passieren konnte. Und jetzt lehnen wir die Angebote dankend ab.

Ihr habt neben der Arbeit mit Luxuslärm noch „normale Berufe“, habt in Iserlohn eine eigene Rock- und Popmusikschule und unterrichtet unter der Woche Schüler. Welche Botschaft möchtet ihr jungen Menschen mit auf den Weg geben, deren Träume noch nicht in Erfüllung gegangen sind?

Bis Träume in Erfüllung gehen, muss man einfach viel Geduld haben und darf nicht warten, bis einem was in den Schoß fällt. Das wird nicht passieren. Man muss das selbst in die Hand nehmen und darf sich nicht so leicht entmutigen lassen.

Nicht aufgeben klingt in der Theorie einfach. Habt ihr auch Tipps, falls es mit dem erhofften
Traumberuf oder der Karriere als Sänger nicht klappt?

Sich wirklich damit auseinandersetzen und auch mal links und rechts gucken, vielleicht gibt es Berufe, die in die Richtung gehen und einen ein Stück näher ans Ziel bringen. So kann man sich Stück für Stück näher an sein Ziel heranarbeiten und wenn man es dann erreicht hat, ist es umso schöner.

Interview: Katharina Hennecke
Foto: S. Niehoff/Luxuslärm

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